VMWare HomeLab – Stufe 1 – HP ML10 Gen9

Vorab ein Disclaimer: Unabhängig von der verwendeten Formulierung, die Dritte anspricht, dient dieses Blog meiner eigenen Dokumentation. Diese Informationen stellen keine medizinische und technische Beratung dar und können einen ärztlichen Rat sowie Unterstützung durch einen IT-Dienstleister nicht ersetzen.

Ich erinnere mich an einen Zustand technischer Leere, als wäre es gestern gewesen. Zu diesem Zeitpunkt befand ich im Wohnzimmer einem iMac und einem Windows-Computer, die über eine Fritz!Box 7390 mit dem Internet verbunden sind. Über das WLAN sind ein Laserdrucker, ein Kindle und ein iPhone angebunden. Alles war gut.

Im Winter find mich die alte Heizungstherme an zu stören, diese konnte die Temperatur im Raum nicht richtig regeln und entstand entweder starke Zugluft von den Fenstern, oder es wurde zu warm. Um die Temperatur besser regeln zu können bestelle ich fünf Homematic Heizungsventile und einen Konfigurationsadapter für diese Ventile um mit einem Raspberry Pi, den ich mal gekauft hatte aber nie eingesetzt hatte, eine Heizungssteuerung aufzubauen. Der Raspberry Pi emuliert dazu mit Homegear die Homematic Zentrale CCU2.

Die Arbeitsgeschwindigkeit des Raspberry wurde mir allerdings zu langsam. Nach vielen Überlegungen entschied ich mich dazu einen kleinen Server zu kaufen. Bei den Preisen für einen Intel NUK ist mir dann aufgefallen, dass man dafür schon einen kleinen HP-Server bekommt. So kaufte ich einen HP-Server:

HP ProLiant ML10 Gen9 E3-1225v5

Kosten:

KomponenteTypKosten
ServerHP ProLiant ML10 Gen9 E3-1225v5399,99
Arbeitsspeicher 64 GBCrucial 16GB DDR4-2133 CL15 ECC (CT16G4WFD8213)365,59

Der Server war zwar leise, konnte aber für mein Empfinden noch leiser sein, deswegen tauschte ich alle Lüfter aus:

  • Gehäuselüfter durch be quiet! BL029 Silent Wings 2
  • CPU-Kühler durch be quiet! BK008 Pure Rock. Für den Umbau ersetze ich das HP Retention Modul mit Schraublöchern durch eines mit Push-Pins
  • Netzteillüfter durch be quiet! BL060 Silent Wings 2 ersetzt, indem ich das Kabel des Lüfters an den Originalstecker angelötet habe

Beobachtungen:

  • ESXi 6.5 ohne Anpassungen lauffähig
  • Boot des Service Pack für Proviant funktioniert bei diesem Gerät nicht
  • Gehäuselüfter dreht immer auf voller Leistung, sobald der o.g. SAS-Controller eingebaut ist.

Rekapitulation Stufe 1

Der HP ProLiant ML10 Gen9 Server arbeitet sehr gut. Auf diesem läuft VMware ESXi 6.5 als Hypervisor. Dieser Hypervisor wird durch eine VMware vCenter Server Appliance (vCSA) 6.5 verwaltet. Die notwendige Lizenz habe ich durch eine VMUG Advantage Subscription für 200 Dollar gekauft. Über diese bekommt man Zugriff auf EVALExperience um VMWare-Produkte legal für kleines Geld im nicht-produktiven Einsatz zu betreiben.
An Hardware ist ein Ikea Trådfri Gateway mit dazu passenden smarten Lampen hinzugekommen. Dieses steuere ich durch home-assistant.io als Bedienoberfläche. Damit kann ich ebenfalls die Heizungsventile über Homegear und den Konfigurationsadapter als Sender ansprechen.
Die alte Therme wurde durch eine Wolf Therme ersetzt. Das ism8i Netzwerkmodul ermöglicht es in Verbindung mit ioBroker als Integrationsplattform über ein kleines Javascript die Heizung in Abhängigkeit vom Öffnungsgrad der Heizungsventile zu schalten. Dadurch erzeugt die Therme nur Wärme, wenn ein Ventil offen steht. Zusätzlich werden alle interessanten Werte in InfluxDB geschrieben und über Grafana visualisierst. Das ganze Netzwerk sieht so aus: